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Laverda LH 1, Bj. 1977


Lav.3Kein Zweifel, es sind sehr seltene Stücke, die beiden orangefarbenen Laverda 125 ccm Motorräder der LH 1 Baureihe aus 1977, welche von Horst Renner und dem belgischen Sportfreund Marc van Woensel in der deutschen Enduro Klassik Szene regelmäßig an den Start gebracht werden. LH steht dabei für Laverda-Husqvarna, womit auch schon gesagt ist, dass es sich hierbei um eine italienisch-schwedische Gemeinschaftsentwicklung handelt. Das kleine aber feine Motörchen samt Ansaugtrakt entstammt schwedischer Ingenieurskunst. Die restlichen Zutaten wurden bei Laverda in Italien erdacht oder von sehr guten italienischen Zulieferern beigesteuert, ausgenommen allenfalls die hier verwendeten und natürlich im passenden Farbton gehaltenen Sachs Hydrocross Dämpfer, die den Vorzug gegenüber den serienmäßig verbauten Marzocchi`s erhielten.

Bis auf dieses Detail handelt es sich bei dem gezeigten Motorrad um eine originalgetreue Restaurierung. Was für die Laverda spricht, ist ihr sehr zuverlässiger und kleingebauter Motor mit einer für das Jahr 1977 bereits sehr fortschrittlichen Membraneinlaßsteuerung, die schlanke Linienführung und ein  ordentliches Leichtbaufahrgestell. Mit nur ca. 95 Kilogramm Kampfgewicht steht die Italienerin für den Wettbewerb gar nicht so nicht schlecht da. Immerhin war der damalige Platzhirsch KTM doch um ca. 5 Kilogramm schwerer. Die kaum zu übersehenden orangefarbenen 125er Geländemaschinen von Laverda stellen in der deutschen Enduro-Klassik-Szene eine sehr schöne Bereicherung der bunten Markenvielfalt der 1970er Jahre dar und werden hoffentlich auch künftig noch sehr oft an den Startlinien der verschiedenen Wettbewerbe zu sehen sein.

EN2Wer sich mehr für dieses sehr seltene Motorradmodell, die Technik und seine Entstehungsgeschichte interessiert, dem sei ein Blick in die Ausgabe 2/2016 von ENDURO empfohlen, die es aktuell am Kiosk gibt. Wir hatten die Gelegenheit, diese Geschichte für die Zeitschrift ENDURO, und somit auch einer breiteren Öffentlichkeit erzählen zu dürfen.

 

Für die informative Unterstützung dieser Artikel bedanken wir uns bei dem Restaurator des gezeigten Modells, H. Renner.

 

 

 

 

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