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Puch Frigerio 250 GS/F2: Restauration des Gelände-Oldies


Enduro-Klassik.de Leser Holger Z. hat uns seinen Kurzbericht zur Restauration und Wiederinbetriebnahme des Gelände-Oldies, einer Puch Frigerio 250 GS/F2 zugesandt – hierfür vielen herzlichen Dank! Die PUCH Typ F2 aus dem Baujahr 1977 wurde 2006 vom Vorbesitzer direkt aus Luigi Frigerios Sammlung gekauft und nach Deutschland importiert. Im Jahre 2011 wurde eine Vollabnahme zur Erlangung eines Fahrzeugbriefs vorgenommen, um noch im gleichen Jahr damit in Isny an den Start gehen zu können. Holger hat die Maschine im Frühjahr 2015 gekauft um neben seiner (zu jungen) APRILIA RX250 auch über ein Sportgerät für Isny und dergleichen zu verfügen. 

Puch Frigerio 250 GS/F2: Bestandsaufnahme

Nachdem meine Puch Frigerio 250 GS/F2 bei einigen Klassik-Geländefahrten im letzten Jahr viel durch machen musste, wie z.B. die Hitzeschlachten von Neustadt und Sulzbach-Rosenberg, die Schlammschlacht von Isny und dann auch noch den Kolbenklemmer in Dillstädt, beschloss ich im Herbst die PUCH komplett auseinander zu reisen, um sie über die Wintermonate neu aufzubauen.

Bis zum Frühlingserwachen des MC Isolator Anfang Mai sollte der ROTAX-Drehschieber-Motor auf jeden Fall revidiert sein und die in neuem Glanze erstrahlende PUCH Frigerio wieder einsatzfähig sein…

Kein leichtes Unterfangen

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht, dass der Kolben total abgebrannt war und dass der Luigi ausgerechnet in dieses Motorrad einen der heute recht seltenen Kurzhub-Motoren verbaut hatte. Ich musste anschließend fast ein halbes Jahr nach einem neuen Kolben suchen bzw. auf die Anfertigung dessen warten. Aber alles der Reihe nach.

Zunächst wurde der Rahmen nebst Schwinge, Ständer und Kleinteile sowie die Gabelbrücken chemisch entlackt und in den originalen Farbtönen frisch beschichtet. Auch die Gabel bekam neben neunen Dichtringen und frischem Öl einen neuen Lack aufgetragen. Die Radnaben wurden ordentlich gereinigt und die Bremsankerplatten vorne und hinten mit frischen Bremsbelägen versehen.

Nachdem die neuen Federbeine von Allan angefertigt und geliefert waren, konnte der Wiederaufbau beginnen. Vorher wurden natürlich die beiden Räder, die Schwinge und der Lenkkopf mit neuen Lagern versehen sowie neue Norm- und Gummiteile bereit gelegt.

Ein paar Nachbau-Kotflügel von Andre Horvath sowie die restlichen Anbauteile waren auch schnell angepasst bzw. wieder daran gesteckt … Das war der Stand Anfang März (!) diesen Jahres!

Dann begann das lange Warten auf die Fertigstellung des Motors, der mangels Kolben bereits seit Wochen neu gelagert und revidiert offen beim ROTAX-Spezialisten auf der Werkbank lag.

Es vergingen Wochen der Untätigkeit und vor allem der Ungewissheit, ob ich in absehbarer Zeit überhaupt an einen neuen Kolben gelangen würde. Die Fa. WÖSSNER signalisierte mir dann einige Wochen später, dass dieser Kolbentyp in Kürze aufgelegt werden soll und ich auf Ende Juni mit der Lieferung des Kolben-Kits rechnen kann. Dieser Termin wurde dann glücklicher Weise auch eingehalten und so bekam ich letzten Freitag endlich den frisch revidierten ROTAX 244 übersendet 😉

Wiederinbetriebnahme

Der Einbau und Anschluss des Motors, sowie die Fertigstellung des Motorrads bereitete dann keine größeren Schwierigkeiten mehr, sodass die PUCH am letzten Samstag lauffähig fertig gestellt werden konnte. Bei herrlichstem Wetter fand dann die erste Probefahrt statt! … und welch ein Wunder: außer einer verloren Mutter der Sitzbankbefestigung (die ich wohl nicht richtig angezogen hatte) gab es keinerlei Probleme, so dass ich zum Einfahren des neuen Kolbens gleich einige km auf Straßen und Feldwegen zurücklegen konnte. 

 

Die Puch Frigerio 250 GS/F2 scheint somit bereit für den ersten Start bei einer Klassik-Veranstaltung zu sein! Die 48. Zuverlässigkeitsfahrt „Rund um die hohe Aßlitz“ des AMC Sonnefeld kann kommen! 

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