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Überholung eines Sachs 1252/7A GS Motors – Teil 4


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Heute geht es mit dem vierten und letzten  Teil  unserer Artikelserie von der Überholung eines Sachs 1252/7A GS Motors weiter. Die vorangegangenen Teile findet ihr hier:

Der Text sowie das Bildmaterial wurde uns wieder freundlicherweise von Felix von H.  überlassen – viel Spaß beim schmökern!

7.Kolben und Zylinder

 

Nachdem das Getriebe jetzt komplett und das Gehäuse geschlossen ist, kann der Einbau von Kolben und Zylinder folgen.
Zu meinem Glück habe ich noch einen nagelneuen Sachs-Kolben mit erstem Übermaß bekommen, so dass ich den Zylinder passend zum Kolben schleifen lassen konnte. Der Kolben wurde zusätzlich mit einer Graphitschicht versehen, um bessere Gleiteigenschaften zu erhalten, ob es funktioniert, wird sich noch zeigen.

Da ich auch ein passendes Nadellager für den Kolbenbolzen bekommen hatte – denn auch dieses Lager ist keine Größe von der Stange – konnte der Einbau des Kolbens beginnen. Dazu wird das vorher mit Zweitaktöl eingeschmierte Nadellager in das obere Pleuelauge eingesetzt und der Kolben darüber positioniert.
Mit einem Werkzeug zum Kolbenbolzen drücken wird der im Kolben vormontierte Kolbenbolzen langsam durch Kolben und Pleuel gedrückt. Die Methode hat den Vorteil, dass keinerlei Seitenkräfte auf das Pleuel ausgeübt werden. Andererseits muss mit viel Gefühl vorgegangen werden, sonst verkantet sich der Kolbenbolzen mit dem noch lockeren Nadellager und man bekommt die Teile nicht zusammen montiert. Nachdem der Kolbenbolzen im Kolben sitzt, darf man auf beiden Seiten die Sicherungsclips nicht vergessen und muss auf den richtigen Sitz in der Nut achten.

Der Kolben ist montiert, also kann jetzt der Zylinder aufgesetzt werden. Dazu muss zuerst eine neue Zylinderfußdichtung mit der graphitierten Seite zum Gehäuse aufgelegt werden. Bei dieser Gelegenheit will ich noch auf einen weiteren Unterschied des 125er Triebwerks eingehen: die Ausbildung der Überströmer am Gehäuse.
Beim 125er Gehäuse sind die Überströmer eine genaue Fortsetzung der Kanäle im Zylinder, d.h. es gibt keinen toten Raum im Bereich der Überströmer. Das ist bei den Gehäusen für die größeren Hubräume anders und am ehesten mit der Anordnung des 50SW zu vergleichen. Diese Gehäuse haben nur einen durchgehenden Überströmer, d.h., da es am Zylinder einen Steg zwischen den Kanälen gibt, ist im Gehäuse im Bereich dieses Stegs ein Freiraum.

Nachdem nun alle mir bekannten Unterschiede aufgezählt sind, geht es mit der Zylindermontage weiter. Die Fußdichtung ist richtig herum aufgelegt,  also kann der Zylinder aufgesetzt werden.

 

Weiter auf Seite 2!

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