Bei etlichen Enduro-Klassik Sportlern ist zuletzt die Frage heiß diskutiert worden, welche  Helme denn künftig im Enduro-Klassiksport noch verwendet werden dürfen, nachdem die neue Helmvorschrift der FIM „FRHPhe-02“ zum 1.1.2026 eingeführt wurde. 

Hierzu verweisen wir auf die Ausführungen im DMSB Handbuch 2026, blauer Teil, Schutzhelmbestimmungen (Stand 18.11.2025) für seine Lizenznehmer:

Zitat:

1. Zugelassene Schutzhelme
Bei den Motorradsport-Veranstaltungen im In- und Ausland dürfen von den DMSB-Lizenznehmern nur Schutzhelme eingesetzt werden, die den nachstehenden Bestimmungen entsprechen:
1.1
Für den Einsatz im Motorradsport sind Schutzhelme zugelassen, die einer der folgenden Prüfnormen entsprechen. Dabei sind ggfls. Einschränkungen in den technischen Bestimmungen der einzelnen Disziplinen zu beachten.

FIM FRHPhe-01 oder FRHPhe-02
Europa: ECE 22-05 „P“, „NP“, „J“ oder ECE 22-06 “P”, “NP”, “J”
Japan: JIS T 8133:2015
USA: SNELL M2015 oder SNELL M2020D oder SNELL M2020R oder
SNELL M2025R oder SNELL M2025D

Der DMSB behält sich vor, Schutzhelme aus besonderem Grund (z. B. technische Mängel) für den Motorradsport nicht zuzulassen bzw. zu verbieten. ……;

(Anmerkung: P, NP, und J  als Zusatz der europ. Prüfnorm bezeichnen nur die Bauart des Helmes bezüglich unterer Gesichtsschutz, also Integral, Jet usw.) 

Hieraus folgend lässt sich also ableiten, dass grundsätzlich für den lizenzierten Motorradsport in Deutschland nicht zwingend die neueste Prüfnorm „FRHPhe-02“ gefordert wird, sondern z.B. auch die bisherigen Europanormen ECE-22-05 oder ECE-22-06 als ausreichend eingestuft werden. Im internationalen lizenzierten Bereich hat die FIM allerdings bereits geregelt, dass für ihre Prädikate die neueste Prüfnorm, also FRHPhe-02, obligatorisch sein wird. Somit könnte davon auch die „FIM Enduro Vintage Trophy“ Veranstaltung in Zschopau betroffen sein. Hier gilt es tatsächlich die Ausschreibung des Veranstalters abzuwarten. 

Ansonsten können wir nach Anfrage bei einem der größten Veranstaltungsversicherer in Deutschland noch ergänzend erwähnen, dass die Helmnormen kein Bestandteil der Versicherungsbedingungen sind.  D. h. die erforderlichen Helmnormen werden ausschließlich vom Veranstalter oder eben von seiner jeweiligen Sportinstanz (ADAC, DMV usw.) festgelegt. 

Welche Prüfnorm muss ein Helm künftig erfüllen, damit er auch weiterhin die begehrten Veranstalteraufkleber erhält??

Nachdem also der DMSB mit seiner Veröffentlichung vom 18.11.2025 für den nationalen Motorradsport die bisherigen und auch weiterhin noch gültigen europäischen Helmnormen ECE 22-05 bzw. ECE 22-06 anerkennt, sollte es für Veranstalter von lizenzfreien Enduro-Klassik Breitensportveranstaltungen in Deutschland keine besondere Veranlassung geben, die derzeit aktuellste und sicherheitstechnisch sicherlich unbestritten hochwertigste neue Prüfnorm als Teilnahmevoraussetzung zu verlangen. 

Dennoch sollte jedem Enduro-Klassiker natürlich auch seine eigene Gesundheit und körperliche Unversehrtheit sehr wichtig sein. Dort wo also ein Helmwechsel zeitnah sowieso ansteht, erschiene es aktuell sehr sinnvoll zu sein, eine Kaufentscheidung insbesondere nach dem Sicherheitsaspekt auszurichten. Denn es ist sicherlich mittelfristig erwartbar, dass auch die nationalen europäischen Motorsportbehörden irgendwann der FIM Entscheidung folgen, und die bisherigen Prüfnormen verwerfen werden.  

 

 

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

18 + elf =