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Deutsches Enduromuseum – Eröffnung im Sommer

Ehemalige Motorrad Gelände- , Enduro- , Motocross- und Rallyefahrer, angeführt von ehemals sehr erfolgreichen Piloten wie z.B. Bernhard Brinkmann ( Deutscher Enduromeister), Eberhard Weber (mehrfacher Six Days
Trophy Sieger und Europameister), Uwe Weber ( Six Days Trophy Sieger), Harald Sturm ( mehrfacher Europameister und Mannschaftsweltmeister) und Arnulf Teuchert (mehrfacher deutscher Meister und Silber Vasen Gewinner) sowie vielen anderen Größen des Offroad Sports, haben sich zum Ziel gesetzt, das Gedenken an den gesamtdeutschen Motorrad Gelände- und Endurosport und an seine Sportler in Form des Deutschen Enduro Museums nachhaltig zu sichern.
Eine Stiftung und ein Förderverein stellen den Betrieb des zukünftigen „Deutschen Enduro Museums“ im ehemaligen DKW und MZ Werk in Zschopau sicher. Eine Vielzahl ehrenamtlicher Helfer ist seit Januar dabei, die Räume mit viel Liebe zum Detail herzurichten. Die Eröffnung ist für den Sommer 2021 geplant, sofern die Pandemie-Bestimmungen dies zulassen.

Neben Motorrädern aus den erfolgreichen Epochen des gesamtdeutschen Geländesports werden auch Pokale, Urkunden, Medaillen, Bekleidung und sonstige Sammlerstücke von ehemaligen Fahrern und Teams gezeigt. Zu den ausgestellten Marken gehören u. a. Adler, BMW, DKW, Hercules, KTM, NSU, Maico, MZ , Simson und Zündapp sowie weitere Fahrzeuge europäischer und japanischer Hersteller. Das bisher älteste Fahrzeug stammt aus dem Jahr 1926, das jüngste aus 2017. Gezeigt werden diverse Siegermaschinen, Einzelstücke und Werksmotorräder aus den verschiedenen Disziplinen. Dabei sind z.B. die erfolgreichen Hercules von Arnulf Teuchert und Heinz Brinkmann, die KTM’s von Bernhard Brinkmann und Harald Strößenreuther sowie die Maicos von Heino Büse und Bert von Zitzewitz. Von Letzterem gehört auch die 490er Werks Motocross Maico aus dem Jahr 1984 mit zum Ausstellungsumfang, mit der er im selben Jahr am MX der Nationen teilgenommen hat und das als weltweit erstes Motocross Motorrad mit Scheibenbremsen vorne und hinten in den Geschichtsbüchern geführt wird. Auch eine
Motocross Zündapp soll neben diversen Geländesport Exponaten des Münchener Herstellers gezeigt werden, der lange Jahre mit seinen Fahrern den westdeutschen „Stollensport“ geprägt hat. Die durchgehende Aufarbeitung der Geländesport Geschichte der DDR ist bei der Auswahl des Standorts im ehemaligen MZ Werk und den überragenden Erfolgen der Fahrer und Mannschaften aus dem einst sozialistischen Bruderstaat Ehrensache. Auch erfolgreiche Trial und Rallye Motorräder werden präsentiert, so z.B. der Trial Eigenbau des vielfachen DDR Meisters Ehrhard Stigler und die Paris Dakar BMW von Eddy Hau, mit der er 1988 die Marathon Klasse bei der Wüstenrallye gewonnen hat. Es werden aber auch noch einige Motorräder zur Anreicherung der Ausstellung zum Kauf oder als Leihgabe gesucht, so z.B. eine Triumph TR6 Bonville, ein Modell mit dem Steve Mc Queen an den Six Days in Erfurt 1964 teilgenommen hat.

Die Gesamtausstellungsfläche erstreckt sich über mehr als 2.000 qm auf 2 Etagen und soll ca. 150 Exponate beherbergen. Regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen in der ehemaligen Rahmenbauhalle des Motorradwerks sollen für anhaltende Spannung sorgen. So sind bereits für die Zukunft Sonderausstellungen zum Thema Motocross Legenden, Paris-Dakar aber auch zum Strandrennen von Le Touqet geplant. Das Museumskonzept wird  abgerundet durch einen Souvenir Shop und mehrere Verpflegungsstellen, die einen Club Charakter für regelmäßige Treffen schaffen sollen, aber auch für Events und Feiern buchbar sein werden. Ohnehin lässt der Gebäudekomplex, in dem im Jahr 1932 die Auto Union AG gegründet worden ist, noch viele Möglichkeiten zu. Auf den Außenflächen des Objekts sind schon in den vergangenen Jahren die Fahrerlager für die Enduro DM und Weltmeisterschaft aufgeschlagen worden und auch in 2021 sollen dort wieder das Classic Enduro Zschopau und die Enduro Weltmeisterschaft stattfinden.