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59. Aischgründer Zuverlässigkeitsfahrt, für Klassik und moderne Technik, Teil 1

“Endlich wieder einmal eine richtige Geländefahrt!”

So oder ähnlich lautete das Fazit von der überwiegenden Mehrheit der Teilnehmer, nach mehr als 6 Stunden Fahrzeit, als sie bei kühlem Regenwetter die letzte Zeitkontrolle im Ziel am Festplatz in Neustadt/Aisch angesteuert hatten. Ja, das Wetter hatte es wahrlich nicht gut mit der Veranstaltung gemeint. In den Tagen vorher waren stellenweise mehr als 60 Liter Regen vom Himmel gekommen und am Veranstaltungstag setzte ein leichter Dauerregen pünktlich zur Fahrerbesprechung ein und behielt den schönen Aischgrund bis nach der Siegerehrung fest im Griff. Dass dies den einen oder anderen Teilnehmer letztlich davon abhielt, auf die Maschine zu steigen, ist nachvollziehbar. Doch für die überwiegende Masse der angereisten Endurofahrer stieg die Herausforderung quasi mit jedem Regentropfen. Die knapp 55 Kilometer lange Geländerunde entsprach annähernd dem Streckenverlauf von 2019 und verzichtete diesmal auf Schnickschnack wie Goggoloch oder Hohlgasse mit Baumstammhindernis. Und dieses “Chichi” war auch gar nicht nötig. Die Streckenführung bot absolut den Reiz, wie einst die legendären Gaumeisterschaftsläufe “Rund um den Aischgrund” vor allem in den 1960iger und 70iger Jahren. Viele lange teils sandige  und wellige Waldpassagen, Wurzelquerungen, leichtere Auf- und Abfahrten und viele schmale Trails und Waldwege. Ein wirklich ideales Terrain für den Klassiksport, aber auch für die Klassen der Nachwuchsfahrer mit moderner Technik. Dazu haben die meist sandigen Böden die Wassermengen ordentlich verkraftet und waren durchwegs gut befahrbar. Auf die Kombination von Klassiksport und Einstieg für Nachwuchsfahrer haben wir von enduro-klassik.de ja schon vor vielen Jahren hingewiesen und wir “alten Geländehasen” befürworten nach wie vor dieses Konzept. Es gibt doch kaum eine schönere Gelegenheit, als dass Alt und Jung diesen Sport gemeinsam genießen. Dass zudem die Strecke auch absolut seitenwagentauglich war, sei hier nur am Rande erwähnt. Schade deshalb, dass sich diesmal nur 2 Gespanne am Start eingefunden haben, zumal das Fahrangebot für die Geländegespanne hierzulande ja nicht gerade üppig ist. Vielleicht lässt sich das ja bei der 60. Aischgründer – Jubiläumsfahrt dann doch wieder ausbauen, auch im Sinne der Zuschauer. Mit der Auswahl der Sonderprüfung hatte der MSC Aischgrund diesmal ein wirklich besonders glückliches Händchen. Das abgeerntete und umgearbeitete Feld bestand ebenfalls zum allergrößten Teil aus sandigem Humus, so dass auch hier die Wassermassen gut aufgenommen wurden. Die Streckenführung bot hier von engen und mittelschnellen Kurven bis hin zu schnellen Passagen wirklich die gesamte Bandbreite. In Runde 1 und 2 war die Prüfung durchaus gut befahrbar, erst in Runde 3 zeigte dann der Boden, dass er  der meist eingesetzten Metzeler-Stollentechnik nicht mehr gewachsen war. Es wurde nun tief und rutschig.

Aber Enduro findet nun mal im Freien und bei jedem Wetter statt und so kämpften sich auch hier alle Teilnehmer tapfer durch. Dass der Regen in der SP nicht nur manchen Fahrer zu Fall brachte, sondern auch der Zeitnahme ein Schnippchen schlug, sei der Chronistenpflicht wegen erwähnt. Ein kurzzeitiger Stromausfall bedurfte bei der Auswertung einer Nacharbeit, konnte schließlich aber ausgebügelt werden.

Rundum war die 59. Aischgründer also eine wirklich gelungene Sache und unser Dank gilt den vielen Helfern, die bei Nässe und Kälte entlang der Strecke bis zum Schluss ausgeharrt haben. Für das “Schietwedder” kann der Veranstalter schließlich nichts.  Was bleibt ist schon jetzt der Ausblick auf das  Jubiläum der 60. Aischgründer Zuverlässigkeitsfahrt. Unser Wunsch an den MSC Aischgrund, “…..genau so, nur mit besserem Wetter!” 

Hinsichtlich der Ergebnisse verweisen wir auf den Link zur Veranstalterhomepage (hier).

Die Abrundung unseres Beitrages erfolgt wieder einmal mit Sportfotos von unserem Fotografen Felix Fischer, die unter schwierigen Lichtbedingungen entstanden. Ein besonderer Dank gilt auch ihm und seiner Canon, welche dem Kampf mit den Wetterbedingungen besonders intensiv ausgesetzt waren.

Viel Spaß also nun beim Scrollen. Eine weitere Bildserie folgt noch in Kürze.

 

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