Mit den Fahrern Bert von Zitzewitz, Johannes Steinel und Uwe Weber (v.l.n.r) gewinnt das Team Deutschland die Enduro Vintage Trophy 2025 in Kielce/Polen.
Darüber hinaus schneiden auch viele der sonstigen zahlreichen Teilnehmer aus Deutschland bei diesem Wettbewerb, sei es bei den Mannschafts- oder auch bei den Einzelwertungen, sehr erfolgreich ab.
Hier der Link zu den FIM Bildgalerien.
Hier Links zu den Ergebnissen:
Mannschaften: Trophy Silbervase Clubs
Einzelergebnisse: Trophy Silvervase Clubs
Nachfolgend schildert Ingo Kloss (#271) vom „Team Germany Club 4“, wie er den Vintage Trophy Wettbewerb selbst erlebt hat und wie er am Ende überrascht wurde:
„Vier Fahrtage haben die Veranstalter veranschlagt, wobei der erste Fahrtag wie ein Prolog zu sehen ist. Wir sind 40 Kilometer Etappe gefahren und hatten die Möglichkeit, alle Prüfungen ohne Wertung unter die Stollen zu nehmen. So konnte man die im Kopf ausgemalten Spuren schon vorab einmal testen. Die erste Etappe war eher ernüchternd und nur 40 % Gelände und natürlich mit dem obligatorischen Beschleunigungstest.
Nach Tag 1 und dem Beschleunigungstest lag unser Clubteam auf Platz 3. Das war natürlich nur eine Momentaufnahme und wir haben dem keine Bedeutung zugesprochen.
Tag 2: Der erste richtige Geländetag mit einer einzigen langen, 130 Km Runde mit insgesamt 6 Sonderprüfungen. Der polnische Veranstalter hat es geschafft, eine wunderschöne Etappe auf die Beine zu stellen. Viele lange Singletrails und einige schöne selektive Waldpassagen und ca 90% Geländeanteil. Dazu gab es kleine Highlights, wie die ZK auf dem Marktplatz in einem kleinen Dorf, zwei Wasserdurchfahrten und Tunnel unter Bahnlinien hindurch, die teilweise nur so hoch waren, wie der Lenker. Wahnsinn! Die Prüfungen lagen uns gut und die akribische Vorbereitung hatte sich gelohnt. An dieser Stelle möchte ich auf anmerken, dass die EVT keine Kaffeefahrt ist. Man muss schon eine gewissen körperlicher Fitness mitbringen. Am Ende des Tages lag unser Team immer noch auf Platz 3 der Club Mannschaften. Ok, jetzt wird es unheimlich …
Tag 3: Es wurde wieder die selbe Runde gefahren, somit wussten wir schon, was auf uns zukommen würde und wir konnten uns auf die Prüfungen konzentrieren. Vielleicht waren wir zu nervös und vom vorherigen Erfolg überwältigt, aber jedem sind kleinere Fehler passiert, so dass wir P3 nicht mehr halten konnten und uns unsere Freunde aus Ohrdruf den Podiumsplatz weggeschnappt haben. Somit Platz 4 in der Clubwertung und nur 18 Sekunden Vorsprung vor Platz 5. Also war die Marschrichtung für das Abschluß MX klar. Vollgas und den vierten Platz absichern!
Tag 4: Ein bisschen Nervosität war allen Fahrern ins Gesicht gemeißelt. Aber natürlich auch Vorfreude auf einen schönen Abschluß der Veranstaltung. Nach einer kurzen Etappe zum Crosstest und dem Abstellen im Parc Ferme vor Ort hieß es warten! Da ich in der Open Klasse gestartet war, musste ich nicht allzu lange auf meinen Einsatz warten und konnte gleich im ersten Lauf an den Start gehen.
6 Runden waren zu absolvieren und dieses war erst mein dritter Start von einem MX Gatter. Also war ich dementsprechend nervös und wollte nur den Start überleben. Dieser klappte tatsächlich besser als erwartet und ich bin rund um Platz 10 ins Rennen gestartet. Am Ende und nach hartem Kampf lief ich auf Platz 12 ins Ziel ein. Meine Clubkameraden konnten Ihre Läufe ebenfalls gut und im Mittelfeld abschließen, so dass wir nun wieder warten mussten. Gegen 16 Uhr lagen die Ergebnisse endlich vor und wir haben Platz 4 halten können und den Vorsprung noch mal auf gut 1:45 Minuten ausbauen.
Hätte uns das vorher jemand gesagt, dass wir von 20 Clubmannschaften auf P4 landen, den hätten wir ausgelacht. Somit sind wir mehr als zufrieden und genießen nun den Erfolg“.
Die Bilder für die nachfolgende Galerie haben freundlicherweise Petr Beer, Ingo Kloss, Manni Winter und Werner Noak zur Verfügung gestellt. Hierfür herzlichen Dank.
Zudem gibt es hier noch einen Link zu einem kurzen YouTube Video vom Abschluss MX.
Ein Beitrag von BL und Jürgen Rödel






