Den ersten Wertungstag des 1. ADAC Sprint-Enduro Großlöbichau gewann Jeremy Sydow, der sich erneut in glänzender Form präsentierte! Der Sherco-Fahrer verwies dabei einen bärenstark fahrenden Franz Löfquist auf Rang zwei. Das Podium komplettierte Chris Gundermann mit Platz drei.

Die Veranstaltung wurde ihrem Namen „Sprint-Enduro“ vollkommen gerecht. Denn nur wenige Meter nach dem Start ging es bereits in den ersten der beiden Tests. Die zweite Sonderprüfung folgte, nach nur einem kurzen Augenblick des Durchatmens, gleich im Anschluss. Eine echte Hausnummer, was die Fahrer zumindest am Anfang extrem zu spüren bekamen. „Das war herausfordernd, keine Frage. Ich hatte in der ersten Runde mit Arm-Pump zu kämpfen. Danach ging es besser und ich konnte wieder ordentlich Gas geben“, berichtet Jeremy Sydow, der sich erneut keinerlei Blöße gab und fehlerfrei die insgesamt zehn Wertungsprüfungen abspulte. „Ich habe von Runde zu Runde meine eigenen Zeiten immer wieder unterboten. Das war so ein bisschen mein Ziel im Hinterkopf. Es hat hier wirklich viel Spaß gemacht, ich freue mich schon auf morgen“, so die abschließenden Worte des Overall-Tagessiegers, der logischerweise auch wieder die E1 gewann.

Bei einer Gesamtprüfungszeit von 1:07 Stunden hatte Franz Löfquist als Zweiter letztendlich 1:48 Minuten Rückstand auf Jeremy Sydow. Der schwedische Yamaha-Fahrer war angesichts dieses Resultates mehr als nur happy. Nachdem er letztes Jahr in Zschopau seinen zweiten Platz im letzten Test unverschuldet noch abtreten musste, fielen ihm nun unzählige Steine vom Herzen. „Es ist absolut unglaublich. Das erste Mal in den Top Drei des Championats. Zudem mein erster E2-Tagessieg. Besser hätte es einfach nicht laufen können“, strahlt Franz Löfquist, der schon beim Besichtigen der Prüfungen meinte, die wären genau richtig für seinen 450iger Viertakter. „Es hat einfach alles super gepasst. Meine Jungs haben mir ein super Motorrad mit erstklassigem Setup hingestellt. Dazu bin ich endlich auch schmerzfrei, was meine Schulter betrifft. Das Resultat ist einfach unglaublich“, jubelt der Schwede.

Mit zwanzig Sekunden Rückstand landete Chris Gundermann auf Rang drei. „Ich bin trotz Arm-Pump ganz gut in den Tag gekommen. Ich konnte mich recht schnell an der dritten Position festsetzten und diese verteidigen. Von daher bin ich schon zufrieden“, strahlt der KTM-Fahrer, der offen zugibt, dass der Start für ihn die größte Herausforderung war. „Runter von der Rampe, nur ein paar Meter und dann ab in die Sonderprüfung. Quasi von null auf hundert, das war schon brutal.“

Rang vier sicherte sich Davide von Zitzewitz, der die Prüfungen richtig top fand, aber auch die Etappen ein wenig vermisste. „Ich brauche immer zwischendurch einmal zehn, fünfzehn Minuten, um wieder locker zu werden. Das fehlte mir. Von daher war es schon ein Kampf. Ich konnte in den ersten beiden Runden manchmal kaum den Lenker halten, so hart waren die Arme. Aber morgen gibt es ja auch noch einen Tag“, zeigt sich der KTM-Fahrer optimistisch.

Die Top Fünf komplettierte Edward Hübner. „Es war ein guter Tag. Einmal habe ich kurz gelegen und sonst hatte ich etwas mit Krämpfen zu kämpfen, was ich sonst gar nicht kenne. Aber davon abgesehen lief alles glatt. Rang fünf im Championat ist okay, Rang vier in der E2 ist okay. Nur in dieser Konstellation etwas undankbar“, nimmt es der KTM-Fahrer mit Humor, der aber damit nicht zur Siegerehrung musste und sich so schon eher auf die Socken machten konnte, um den zweiten Test nochmals unter die Lupe zu nehmen, da dieser am zweiten Tag in entgegengesetzter Richtung gefahren wird.

Jaroslav Kalny, Sechster im Championat, holte sich den E3-Tagessieg. Diesen bezahlte der großgewachsene Tscheche allerdings mit aufgeschlagenen Fingerknöcheln. „Der zweite Test war mir stellenweise einfach zu eng. Ich habe gleich mehrfach Bäume touchiert“, erklärt der Sherco-Fahrer, der sich angesichts seines Resultates aber sehr zufrieden zeigte.

Das GasGas-Duo Yanik Spachmüller und Robert Riedel belegten im Tagesranking die Plätze sieben und acht. Husqvarna-Fahrer Maximilian Wills folgt an neunter Position. Platz zehn belegte Leonhard Koch, zweifellos einer der Überraschungen des Tages. Der Husqvarna-Youngster gewann zudem die Klasse Junioren 1 und konnte sein Glück selbst kaum fassen. „Das fühlt sich natürlich richtig gut an“, strahlt der Newcomer, der erst in diesem Jahr in den Endurosport gewechselt ist und nach eigenem Bekunden einen schwierigen Einstand hatte, „von daher bin ich vom Ergebnis umso überraschter.“ 

Die Klasse Junioren 2 gewann erstmals Arvid Meyer auf der Husqvarna. In der Mannschaftswertung siegte das Team ADAC Niedersachsen / Sachsen-Anhalt mit Franz Löfquist, Davide von Zitzewitz und Robert Friedrich. Der Sieg im B-Championat ging erstmals an Eric Wirth, der den, bis dato ungeschlagenen Nic Mathias und die grandios fahrende Tanja Schlosser auf die Plätze verwies. „Erstmals ganz oben. Das ist schon verrückt“, freut sich der Tagessieger, der wohl gefühlt als einziger an diesem Tag nicht mit Arm-Pump zu kämpfen hatte. „Nein, bei mir lief alles ohne jegliche Probleme. Es war einfach ein super Tag, die Prüfungen sind echt mega und es hat einfach nur unheimlichen Spaß gemacht“, lacht der Beta-Fahrer, mit dem markanten Schnauzer, über das ganze Gesicht, der dieses Erfolg gern wiederholen möchte.

Alle Ergebnisse vom ersten Tag in Großlöbichau gibt es auf unsere DEM-Homepage.

Bilder/Text: Peter Teichmann/ADAC Enduro

Impressionen vom 1. Tag (enduro-klassik.de):

 

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