Home / Technik / Tests / Überholung eines Sachs 1252/7A GS Motors – Teil 1

Überholung eines Sachs 1252/7A GS Motors – Teil 1

Fertig überholte Kurbelwelle

Fertig überholte Kurbelwelle

Das Primärritzel wird nur aufgesteckt und mit 14er Federring und Mutter fixiert. Angezogen wird es erst, wenn das Gehäuse geschlossen ist.

Als nächstes kommt das Getriebe an die Reihe. Hier hieß es erst einmal Teile sichten, da sich in meinem Fundus an Sachs 7 Gang Motoren mittlerweile einige gebrauchte Getriebe angesammelt hatten. Das Getriebe selbst ist übrigens bei allen Motoren der 7 Gang Serie gleich. Lediglich der 125er Motor hat eine andere Primärübersetzung, kleinere Lager sowie ein anderes Bohrung/Hub Verhältnis und dementsprechend eine andere Kurbelwelle.

Nur der Vollständigkeit halber will ich hier auch noch den Motocross Motor erwähnen der nur 5 Gänge hat und eine andere Getriebeausgangswelle mit Verzahnung fürs Ritzel anstelle eines Konus.

Einbau der Lagerrollen ohne Käfig

Einbau der Lagerrollen ohne Käfig

Als ich nun zwei Getriebewellen gefunden hatte die ich verwenden wollte ging ́s erst mal ans zerlegen. Beim Zerlegen der Getriebewellen ist äußerste Vorsicht geboten, dass man keine der einzeln eingesetzten Lagerrollen verliert. Wenn eine Lagerrolle verschwindet muss man das ganze Set tauschen, auf keinen Fall einzelne Rollen tauschen da sonst die Getrieberäder nicht mehr richtig laufen, das ist als würde man bei einem Kugellager nur eine einzelne Kugel tauschen.

Bei meinem Motor habe ich diese Lagerrollen alle erneuert. Erhältlich sind diese Rollen in jedem Kugellagerhandel, sie werden auf Wachsstreifen geliefert und dann einfach die passende Menge abgeschnitten.

Nach dem Zerlegen der Getriebewellen wurden die einzelnen Teile begutachtet und über Wiederverwendung oder Austausch entschieden.

Einzelteile Getriebeausgangswelle

Einzelteile Getriebeausgangswelle

 

Einzelteile Kupplungswelle

Einzelteile Kupplungswelle

Die Zahnräder der von mir ausgesuchten Wellen waren in einem super Zustand und konnten weiterverwendet werden. Im Übrigen habe ich das bei den allermeisten Getrieben die ich bisher in Händen hatte feststellen können. Die Schaltscheiben wurden ebenso weiterverwendet und im Endeffekt nur Lager und Siri ́s getauscht.

  [sam id=”1″ codes=”true”]

Ergebnis Getriebeüberholung

Ergebnis Getriebeüberholung

Nachdem dieser Schritt auch beendet war ging ́s daran die einzelnen Teile wieder zu einem Motor zu komplettieren.

Text und Bildmaterial: Felix von H., Oldmoped.de

 

In Teil 2 der Motorrestauration des Sachs 1252/7A GS Motors geht es um die Vorbereitung des Motorgehäuses sowie Einbau von Getriebe und Kurbelwelle. Der Artikel erscheint hier auf enduro-klassik.de am Freitag, den 17.01.2014.

 

5 Kommentare

  1. Hallo mein 7 gang Freund.
    Ich hoffe das Du auch die Vorgelege Welle demontiert hast(Ja ,den Kerbnagel entfernen ist eine Sauarbeit).Aber tue es denn innerhalb der Vorgelege Welle befinden sich 2 Nadellager und da die Welle an Unterster Stelle des Gehaeuses Buchstaeblich im DRECK liegt sind die Zwei Nadellager sehr dem Verschleiss ausgeliefert.
    Habe damit an meiner 250er SACHS bei einer Wichtigen 2 Tagefahrt boese Erfahrung gemacht,als die Nadellager auf der Innenwelle festgingen und dann eineige Getriebe Raeder zerstoerten.Bilder ueber SACHS 5-7 Gang Motoren reparaturen und Wiederaufbau findest Du hier: http://picasaweb.google.com/vindurospeedy
    Gruss Helmut, seit 1971 Hercules Sachs Haendler in Canada.

  2. Hallo
    brauche Hilfe !
    Habe hier eine Sachs Gs 250.
    Fahrwerk soweit kein Problem, nur da ist ein Blech, dass wir nicht zuordnen koennen.
    Also wir haben:
    Rahmen, Schwinge,
    2 Streben, 1 Motorhalter, 1 Steckachse fuer Schwinge, Bremshebel, Hauptstaender !
    Aber wohin kommt diese eigenartige Blech ? Wandstaerke so um die 4mm !
    Wir haben auch den kettenschutz!
    Danke im voraus

Zündapp Kalender 2022