Den Machern der 1. Zuverlässigkeitsfahrt für klassische Motorräder „Hohenlohe8“ in Mulfingen a.d. Jagst ist am Samstag 11.7.2026 ein gelungenes Debüt geglückt. Ein Teilnehmerfeld von nahezu 200 Startern, tolles Sommerwetter und auch eine ansprechende Strecke in der wunderschönen Landschaft sowie ein unfallfreier Verlauf sorgten für gute Stimmung bei den Teilnehmern.

Da vom Veranstalter ein sehr großer Wert auf ältere Fahrzeugbaujahre gelegt wurde, konnten bei der Fahrzeugabnahme bereits etliche NSU-Mäxe, alte DKW oder gar eine Horex mit Geradewegfederung bestaunt werden. Auch das Aufgebot an BMW-Boxer Geländesportlern war im Jagsttal deutlich ausgeprägter als sonst bei Klassik-Enduro üblich. Die Streckenführung glich dann tatsächlich der Form einer „8“, mit zwei Schleifen a 35 Kilometern, so dass nach der Hälfte einer Runde, unmittelbar vor der ZK, meist nachtanken angesagt war. In einem extra vorbereiteten Stadel war dies gut organisiert inkl. Kanistershuttle möglich und dabei wurden dann auch gleich Erfrischungsgetränke gereicht. Eine gute Sache, angesichts der vorherrschenden intensiven Sonneneinstrahlung, zumal auch der Zeitrahmen  für die 2 Runden sehr ausreichend dimensioniert war. Die erste Etappe bis zum Boxenstop bot neben Feldwegen auch in guter Abfolge zahlreiche schöne Geländepassagen mit etlichen Geröllauffahrten und auch steinige Abfahrten, Trails entlang eines Bachlaufes und zwei Furtdurchquerungen. Die ausgesuchten Pfade waren auch für die alten Geländesportmodelle  bzw. die breitgebauten Zweizylinder sehr gut befahrbar und für jeden Teilnehmer gut zu schaffen. Auf der zweiten Etappe war der Waldanteil der Streckenführung dann doch etwas geringer, aber auch hier galt es zwei schöne lange Waldauffahrten zu erklimmen. Leider musste der Veranstalter auf Anordnung der Naturschutzbehörde am Tag vor der Veranstaltung noch eine weitere größere Waldauffahrt aus der Streckenführung herausnehmen und umfahren. Angesichts des Umstandes, dass man das Jagsttal nicht unbedingt als Motorrad-Geländesportregion kennt, war es als Teilnehmer schon ein tolles Erlebnis, zu sehen wie in jeder Ortschaft etliche Leute und viele Kinder an der Strecke ausgeharrt haben und die Teilnehmer sogar mit selbst gemalten Plakaten begrüßt und angefeuert haben. Man fühlte sich herzlich willkommen.

Für die Tageswertung hatte man auf einer abgemähten Wiese in Hanglage einen ca. 4 Minuten langen Kurs abgebändert, der zweimal durchfahren und gezeitet wurde. Die Triga-Zeitnahme funktionierte wie längst bekannt erneut super und so konnten kurz nach 17 Uhr bereits die Ergebnisse ausgehängt werden. Dem fleißigen Veranstalterteam ist eine schöne Erinnerung an die ehrwürdige „Schwere Schwäbische“ aus den 1950er und 60 Jahren in der Region Künzelsau gelungen. Bleibt zu hoffen, dass wir Klassik Enduristen ebenfalls einen gleichartig guten Eindruck hinterlassen haben und es vielleicht mit einem erneuten künftigen positiven Engagement des rührigen örtlichen Bürgermeisters, Sören Döffinger, eine Fortsetzung der Geschichte geben wird. Mit ein wenig Feintuning an der einen oder anderen Stelle hätte diese Klassik Enduroausfahrt auf jeden Fall das Zeug dazu, ähnliche Motorradsport-Akzente zu setzen, wie es einst die „Schwere Schwäbische“ getan hat.  

Zur Triga-Zeitnahme geht es hier. Da wird es zeitnah dann auch die Ergebnisse geben. 

Zunächst hätten wir hier eine erste Fotoserie mit unseren ersten allgemeinen Veranstaltungseindrücken im Angebot.

In Kürze gibt es dann noch einen Teil 2 mit tollen Sportfotos aus der Sonderprüfung, für die sich unser enduro-klassik.de Unterstützer Felix Fischer wieder einmal mehrere Stunden in den Staub und ins Zeug gelegt hat.  

 

 

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