Der Klassik Enduro Südharz e.V. konnte am 8.8.2026, seine bereits nunmehr „8. Leistungsprüfungsfahrt für klassische Motorräder“ bei besten äußeren sommerlichen Bedingungen durchführen. Ein rekordverdächtiges Teilnehmerfeld von 268 Fahrerinnen und Fahrern rollte zeitig frühmorgens ab 9 Uhr von der Startrampe im Areal der Nordhausener Ziegelei, in Anwesenheit des früheren Eigentümers Dipl. Ing. Sourell und auch des neuen Inhabers und Chefs, Marco Prange. Letzterer zeigte sich sehr erfreut über das große internationale Starterfeld mit Teilnehmern auch aus den Niederlanden, Belgien und einer 15köpfigen Delegation aus dem Vereinigten Königreich. Wie er im Rahmen der Fahrerbesprechung ausführte, ist er dem Motorradsport durchaus wohlgesonnen und geht davon aus, dass Enduro-Klassik in Nordhausen auch künftig im Areal des Ziegelwerks eine Heimstätte finden dürfte. Sein Engagement unterstrich er zudem mit seiner Anwesenheit und Mitwirkung bei den Pokalübergaben anlässlich der Siegerehrung. Eine tolle Geste! Als rekordverdächtig ist zudem das Wirken von Fahrtleiter Heiko Mundt hervorzuheben, der mit dieser Veranstaltung bereits seine 25. Klassikgeländefahrt als Verantwortlicher durchführte. Er war es, der mit der ersten Ausrichtung der Klassikgeländefahrt im Weimarer Land, anfänglich in Wersdorf im Rahmen des Lanz-Bulldog-Treffens, die „Keimlinge“ für eine tolle Saat/Entwicklung des Klassik Enduro Breitensports in Thüringen in die Wege leitete, von welcher heute die gesamte Szene vielfach profitiert. Diese Leistung verdient an dieser Stelle auch mal ein großes Lob und Dankeschön.
Dass die Nordhausener Geländerunde grundsätzlich nicht dem Begriff „leicht“ unterzuordnen ist, war auch bei der 8. Auflage den Allermeisten bekannt. Der Veranstalter zollte dem Tribut und ermöglichte diesmal allen Teilnehmern, die Umfahrungen der schwierigen Geländeabschnitte nutzen zu können. Doch diesmal war diese Sorge tatsächlich unbegründet, da die Trockenheit der letzten Wochen durchwegs für staubiges Geläuf sorgte. Nasse Geröll- oder Wurzelauffahrten waren diesmal Fehlanzeige. All die toll ausgesuchten Trails in den Waldgebieten waren im trockenen Zustand richtig gut befahrbar, und so waren auch die etwas vorsichtigeren Aktiven durchaus nicht schlecht beraten, wenn sie den Hinweisen der Streckenposten an den Umleitungsstellen hinsichtlich der Attraktivität einiger Streckenabschnitte mutig folgten. Sie waren diesmal dank der Witterung endurotechnische Schmankerln und machbar. Und viel Gefallen fand erneut die im Streckenverlauf hierzulande einmalige Bachdurchfahrt mittels einer Furt. Zudem ein erfrischendes Momentum an diesem Tag. Dennoch war diese Geländefahrt kein Zuckerschlecken. Die 48 Kilometerrunde die es dreimal zu absolvieren galt, war durch Staub und sommerlicher Hitze fordernd und anstrengend. Die Wertungen erfolgten wie gehabt in zwei Sonderprüfungen. Wie bereits im letzten Jahr wurde eine schnelle und flüssig gesteckte Ackerprüfung angeboten und am Ende wartete der enge, sehr selektive und nicht leicht zu befahrende Endurotest oberhalb der Grube am Ziegelwerk.
Ja, und dann am Ende des Tages, da gab es beim Zieleinlauf für jeden Teilnehmer neben dem eh schon breiten Grinsen noch ein Zusatzschmankerl. Eine schön gemachte „Finisher-Medaille“ als Erinnerung. Damit durfte sich dann jeder der das Ziel erreichte bereits schon mal als GEWINNER fühlen, und eben nicht nur die jeweiligen Klassensieger, die erneut in den Genuss des bereits legendären „Nordhausener Ziegelsteins“ kamen. Eine tolle Idee, die gerne Nachahmer finden darf.
Rundum herrschende Freude und Zufriedenheit am Spätnachmittag im Fahrerlager kann als untrüglicher Beleg dafür gewertet werden, dass es den Sportfreunden von „Klassik Enduro Südharz e.V. “ wieder gelungen ist, eine richtig feine Klassik-Enduro-Ausfahrt, fachtechnisch Leistungsprüfungsfahrt genannt, auf die Beine zu stellen. Unkompliziert und genial, so wie man es sich wünscht. Oder für Gourmets: „Es war sehr schmackhaftes Dreigängemenü!“
Der Link zu den Ergebnissen gibt es hier;
Wir beginnen diesmal unsere Berichterstattung mit einer Bildserie von Sven Markurt, der sich entlang der Strecke herumgetrieben hat und schöne Enduromomente im Gelände und zugleich auch die landschaftlichen Reize des Südharz eingefangen hat. Enduro-Klassik.de sagt hierfür herzlichen Dank. Weitere Bilder folgen zeitnah in einem zweiten Beitrag.









