Es gibt kaum etwas Schöneres, als mit dem Motorrad ein paar Runden zu drehen und den Fahrtwind am Körper zu spüren. Weniger angenehm wird eine Tour, wenn die Hitze des Motors an den Beininnenseiten gespürt werden kann. Die Hitze eines Motorradmotors kann nicht nur den Spaß verderben, sondern auch Leistungs- und Zuverlässigkeitsprobleme verursachen. Dies lässt sich jedoch mit Motorrad-Hitzeschutzlösungen durchaus in den Griff bekommen.

Hitzeschutzbänder – kostengünstig und effektiv

Auspuffrohre von Motorrädern können eine enorme Umgebungswärmequelle sein. Wenn die Rohre nicht stilisiert sind, können sie unfertig oder korrodiert aussehen, nachdem sie ständig den Elementen ausgesetzt waren. Eine kostengünstige Lösung sind Hitzeschutzbänder, die je nach Ausführung eine Hitzebeständigkeit von bis zu 1100° Celsius bieten. Viele Motorradfahrer entscheiden sich hierbei für die Tuningteile von Hild.

Unter anderem Fächerkrümmer, Downpipes, Hosenrohre, Krümmer und Abgasanlagen können mit einem Hitzeschutzband problemlos umwickelt werden. Seit Jahrzehnten finden Hitzeschutzbänder im Motorsport ihren Einsatz. Zu den Vorteilen zählt, dass die Temperatur unter der Motorhaube um bis zu 70 Prozent gesenkt werden kann. Dadurch werden die Aggregate am Motor und im Motorraum geschützt. Dies kann sich nachhaltig auf die Lebensdauer der Bauteile auswirken.

Bild von rihaij auf Pixabay

Ein Hitzeschutzband kann ferner dazu beitragen, die Leistung zu erhöhen. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Geschwindigkeit des Abgasstromes durch die höhere Abgastemperatur erhöht wird. Die Montage ist leicht und setzt keine besonderen Fähigkeiten voraus. Hitzeschutzbänder können einfacher befestigt werden, wenn Schlauchschellen aus Edelstahl oder spezielle Sicherheitsdrähte genutzt werden.

Wer den Fächerkrümmer eines Vierzylindermotors mit dem Hitzeschutz versehen möchte, benötigt ungefähr 23 Meter eines 25 Millimeter breiten Bandes. Je nach Ausführung des Fächerkrümmers und Wicklung kann dies jedoch variieren.

Hitzeschutz für die Batterie erhöht die Lebensdauer

Bei dem Thema Hitzeschutz für das Motorrad sollte die Batterie nicht außer Acht gelassen werden. Sowohl extreme Hitze als auch niedrige Temperaturen wirken sich auf die Lebensdauer aus. Es sind Hitzeschutzlösungen für Batterien verfügbar, die bis zu 90 Prozent der Hitzestrahlung reflektieren, Batteriesäure absorbieren und vor Korrosion schützen.

Es gibt noch weitere Maßnahmen, um die Lebensdauer einer Batterie zu verlängern. Interne Schäden können verhindert werden, indem auf eine vollständige Ladung geachtet wird. Wenn die Lichtmaschine in Ordnung ist, reichen regelmäßige Fahrten von über zehn Minuten bereits aus. Kurze, unregelmäßige Fahrten oder längere Fahrpausen im Winter hingegen können für die Batterie zu einer Belastungsprobe werden. Sodann kann es sinnvoll sein, ein intelligentes Ladegerät an das Motorrad anzuschließen. Solche smarten Ladegeräte halten bei längeren Standzeiten eine optimale Spannung aufrecht. Es sollte im Merkblatt nachgelesen werden, ob das Gerät über einen Wartungsmodus verfügt und damit unbeaufsichtigt verwendet werden kann.

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Auch eine Instandhaltung kann dabei helfen, die Freude an der Batterie zu verlängern. Bei einer typischen Pflegeroutine wird die Batterie mit dem Minuspol zuerst vom Motorrad getrennt. Sodann sollte sie auf eine ebene, saubere Oberfläche an einen gut belüfteten Ort gestellt werden. Korrodierte Batteriepole sollten mit einer Drahtbürste vorsichtig gereinigt werden. Bei nicht wartungsfreien Typen sollte der Verschlussdeckel entfernt und destilliertes Wasser bis zu dem angegebenen Füllstand nachgefüllt werden. Natürlich kann die Batteriewartung auch bei einer Fachwerkstatt in Auftrag gegeben werden.

 

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