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Überholung eines Sachs 1252/7A GS Motors – Teil 2

Dazu schnitt ich in das Loch für den Kerbnagel ein M5er Gewinde und verwendete eine selbstgemachte Schraube zur Arretierung der Welle. Hat man das Problem mit dem Kerbnagel einmal umschifft steht dem Einbau der Vorgelegewelle nichts mehr im Wege.

Eingebaute Vorgelegewelle

Eingebaute Vorgelegewelle

Das Einzige, worauf jetzt noch zu achten ist, ist der richtige Einbau der Distanzscheiben. Hierauf wird aber in der Rep. Anleitung genau eingegangen, weshalb dieser Schritt kein Problem darstellen sollte. Ist dies auch geklärt wird die Welle, auf der das Zahnrad läuft, wie die Schaltwalze von außen in das Gehäuse gesteckt. Diesmal jedoch von der anderen Seite und deshalb muss auch darauf geachtet werden, den O-Ring, der auf die Welle kommt, nicht zu vergessen, da der Motor sonst an dieser Stelle undicht wird.

Wie bei den Schaltgabeln auch müssen die einzelnen Bauteile der Reihe nach auf die Welle aufgefädelt werden bis der Zusammenbau komplett ist. Zum Schluss kommt noch die selbstgemachte Spezialschraube mit mittelfester Schraubensicherung ins Gehäuse und die untere Gehäusehälfte ist ebenfalls bereit zur Montage.

4.Einbau von Getriebe und Kurbelwelle

 

Nachdem jetzt alle Teile vorbereitet sind kann der Motor komplettiert werden. Dazu muss die obere Gehäusehälfte wieder her. Da das Motorgehäuse horizontal geteilt ist gestaltet sich der Einbau von Getriebe und Kurbelwelle sehr einfach. Hat man beim Aufpressen der Lager an den Getriebewellen und der Kurbelwelle alles richtig gemacht, werden Getriebe sowie die Kurbelwelle einfach richtig herum in die Lagersitze der oberen Gehäusehälfte gelegt, in die vorher die entsprechenden Halbscheiben eingesetzt wurden. Beim Getriebe muss man acht geben, dass die Schaltgabeln auch in den Nuten der Schaltscheiben sitzen.

Auf dem ersten Bild sieht man Kurbelwelle und Getriebe in der oberen Gehäusehälfte eingebaut. Der weiße Kunststoffring zwischen Lager und Wedi der Kurbelwelle dient als Distanzausgleich zwischen den Lagern. Bei den größeren Hubräumen ist hier eine weitere Halbscheibe im Gehäuse eingelassen. Auf Bild drei kann man die mit Dichtmittel eingestrichene untere Gehäusehälfte sehen.

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Die untere Gehäusehälfte wird jetzt auf die obere aufgesteckt, so dass die Stehbolzen in die entsprechenden Löcher passen. Ist dieser Arbeitsschritt getan und die beiden Gehäusehälften zusammengedrückt werden die M8er Muttern mit Scheiben auf die Stehbolzen geschraubt und der Reihenfolge aus der Reperatur-Anleitung entsprechend mit dem richtigen Drehmoment angezogen. Das Ergebnis sollte so wie auf dem folgenden Bild aussehen. Die beiden großen Gewindebolzen ohne Muttern dienen zur Verschraubung des Motors im Rahmen.

Das Ergebnis

Das Ergebnis

Text und Bildmaterial: Felix von H., Oldmoped.de

In Teil 3  der Motorrestauration des Sachs 1252/7A GS Motors geht es unter anderem um den Schalthebel und Kickstartmechanismus sowie den Einbau der Kupplung. Der Artikel erscheint am Freitag den 24.01.2014 hier auf enduro-klassik.de