Der Sherco-Fahrer ist aktuell in Top-Form! Scheinbar mühelos und in dominanter Manier holte sich Jeremy Sydow, nach dem Auftaktsieg in Tucheim, nun auch den Gesamtsieg bei „Rund um Dahlen“ 2024. Zweiter wurde Albin Norrbin, Dritter Chris Gundermann, der im Herzschlagfinale Davide von Zitzewitz, quasi auf den letzten Metern, noch niederrang.

„Was gibt es groß zu erzählen? Alles lief perfekt“, berichtet der Tagessieger, der logischerweise auch in der Klasse E1 ganz oben stand, mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht. Kein Wunder, fuhr der 23-Jährige doch in allen acht Prüfungen die Bestzeit, was letztlich den hochverdienten, wie überlegenen Gesamtsieg bedeutete. 1:33 Minuten betrug am Ende sein Zeitpolster auf Albin Norrbin, der ebenfalls als Mitfavorit auf den Tageserfolg gehandelt wurde. „Ehrlicherweise hätte ich nicht gedacht, dass ich so einen großen Vorsprung auf Albin herausfahren konnte“, staunt Jeremy Sydow selbst ein wenig, der den Schweden aus der Weltmeisterschaft gut kennt und sich dort mit diesem schon das ein oder andere heiße Duell geliefert hat.

Der wiederum meinte zu seinem Auftritt in Dahlen: „Es war ein langer Tag, aber es hat mir hier gut gefallen. Mit meiner Leistung bin ich nicht ganz so glücklich. Ich konnte zwar gute Linien fahren, aber der Speed fehlte leider etwas.“ Die Enttäuschung darüber hielt sich bei dem Fantic-Fahrer aber in Grenzen. „Ich hatte meinen Spaß und es war eine gute Vorbereitung für die kommende WM-Saison“, so Albin Norrbin, der zudem die Klasse E3 gewann.

Albin Norrbin

Hochspannend ging es um den dritten Tagesrang zur Sache! Davide von Zitzewitz und Chris Gundermann lieferten sich von der ersten Prüfung an ein überaus enges Duell, bei dem es nicht nur um die dritte Position in der Championatswertung ging, sondern auch um den E2-Tagessieg. Zunächst war Chris Gundermann am Drücker, ab Prüfung zwei war Davide von Zitzewitz vorn. „Aber gegen Ende habe ich etwas Federn gelassen. Es fiel mir auf der zunehmend, immer kaputter werdenden Strecke deutlich schwerer“, so der amtierende E2-Meister, der sich angesichts der knappen Niederlage für die kommenden Läufe besonders motiviert und angestachelt fühlt.

Winzige 0,65 Sekunden war Chris Gundermann letztendlich schneller, der selbstredend überglücklich war. „Es ging den ganzen Tag äußerst eng zwischen uns beiden zur Sache. Im Enduro-Test war ich immer leicht vorn, im Cross-Test Davide. Dort hatte ich wiederholt ein paar Situationen, bei denen ich hinterher dachte, dass hätte ich etwas anders fahren können. So habe ich mich über den Tag immer weiter herangetastet, bis dann die letzte Prüfung so ziemlich fast perfekt war“, freut sich der KTM-Fahrer.

Mit Rang fünf bestätigte Matyas Chlum seine starke Form vom DEM-Auftakt in Tucheim. Hinter dem tschechischen Sherco-Fahrer belegte Franz Lofquist Rang sechs. Der Yamaha-Fahrer aus Schweden findet nach überstandener Schulterverletzung zunehmend zu alter Stärke zurück. Yanik Spachmüller (GasGas) kam auf Rang sieben, Jaroslav Kalny (Sherco) wurde Achter. Die Top Zehn komplettierten Edward Hübner (KTM) als Neunter, der von einem durchweg gebrauchten Tag sprach, sowie Leon Thoms (KTM), der zudem den Tagessieg bei den Junioren holte und sich gegen Beta-Youngster Fynn Hannemann erwehren musste, der Elfter wurde.

Schnellster bei den Junioren 2 war erneut Felix Melnikoff. Der Sieg in der Mannschaftswertung ging an das Team ADAC Niedersachsen / Sachsen-Anhalt mit der internationalen Besetzung Davide von Zitzewitz, Franz Lofquist und Robert Friedrich aus der Tschechischen Republik. Im B-Championat setzte sich Nic Mathias mit zwei Sekunden knapp gegen Paul-Erik Huster durch. Kenny Riedel machte als Dritter das reine KTM-Podium perfekt.

Fotos: Peter Teichmann/ADAC Enduro

Ergebnisse A-Championat:

 

Ergebnisse B-Championat:

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