Der Sherco-Fahrer erwischte einen Saison-Einstand nach Maß und wiederholte mit einer höchst eindrucksvollen Vorstellung seinen Vorjahreserfolg  bei „Rund um den Fiener“. Die Ränge zwei und drei bei der mittlerweile 54. Auflage dieser Geländefahrt gingen an Davide von Zitzewitz sowie Casper Lindholm aus Schweden.

„Es war ein guter Tag. Ich bin wirklich glücklich, dass es so gut gelaufen ist“, so Jeremy Sydow mit einem breiten Grinsen im Gesicht, der am Ende bei knapp einer Stunde Gesamtprüfungszeit 1:23 Minute Vorsprung hatte. Von Beginn an lag der 23-Jährige an der Spitze und setzte sich mit einer fehlerlosen Vorstellung kontinuierlich von den Kontrahenten ab. „Das war auch mein Ziel, alles zu geben, aber ohne unnötiges Risiko einzugehen. Ich wollte die Konzentration immer hoch halten und so meinen Vorsprung stetig ausbauen. Vor allem gegen Ende, als alles extrem zerfahren war, konnte ich nochmals richtig Boden gutmachen“, freut sich das Sherco-Ass, der zudem die E1-Tageswertung sowie die Mannschaftswertung für den ADAC Sachsen zusammen mit Edward Hübner und Andreas Beier gewinnen konnte.

Ähnlich gute Laune hatte Davide von Zitzewitz. „Ich bin super happy. Ein richtig guter Saison-Auftakt, wie ich ihn schon lange nicht mehr hatte“, lacht der KTM-Fahrer. „Es gab viele Momente, wo alles genau so lief, wie ich mir es vorstellte. Nur ab und an habe ich mich etwas schwer getan. Vor allem, als die Tests dann richtig kaputt gefahren waren, war ich doch etwas zu zaghaft“, resümiert der amtierende E2-Meister, der in seiner Kategorie mit einem Tagessieg in die neue Saison startete. 

Casper Lindholm ist bekennender Tucheim-Fan. „Ich mag diese Veranstaltung sehr“, gesteht der Schwede, der 2022 und 2023 bereits am Start war, aber dabei noch nie unter die Top Drei der Tageswertung fuhr. Heute war es soweit, wenngleich es nach der ersten Sonderprüfung noch gar nicht danach aussah. „Im Extrem-Test-Abschnitt bin ich heftig gestürzt und habe dabei viel Zeit liegen lassen. Danach lief es aber richtig gut, ich hatte einen guten Flow und konnte mich immer weiter steigern“, freut sich der Husqvarna-Fahrer aus Mittelschweden, der meint, es sei heute erst das zweite Mal in diesem Jahr gewesen, das er mit Sommer-Reifen Enduro gefahren ist – sprich ohne Spikes und ohne Schnee.

Edward Hübner zündete nach einer verhaltenen ersten Runde ebenfalls den Turbo und rollte das Feld von hinten auf. „Ich habe keine Erklärung dafür, dass ich morgens immer so schwer in Tritt komme“, zeigt sich der KTM-Fahrer ein wenig ratlos, aber auch sehr glücklich angesichts der Tatsache, dass er noch bis auf Rang vier im Championat nach vorn fahren konnte. Im letzten Test ging er auch noch mit 0,04 Sekunden an Chris Gundermann vorbei. „Das ist ein Bleistiftstrich“, kommentiert „Eddi“ dazu nur trocken.

Chris Gundermann komplettierte die Top Fünf und war trotz des knappen Ausgangs zu seinen Ungunsten nicht unzufrieden. „So gut war ich bisher noch nie in Tucheim und jetzt kommen erst noch die Veranstaltungen mit meinen Böden“, meint der KTM-Hüne mit einem Augenzwinkern. Tagesrang sechs ging an Matyas Chlum (Sherco) aus Tschechien, der bei seinem DEM-Einstand auch gleich den Tagessieg in der E3 abräumte. 

Die Plätze dahinter präsentierten sich ebenfalls international. Rang sieben belegte der schwedische Yamaha-Fahrer Franz Lofquist. Platz acht sicherte sich Yanik Spachmüller auf GasGas. Neunter wurde der Tscheche Jaroslav Kalny (Sherco), der bekannt gab, die komplette DEM-Saison bestreiten zu wollen. Platz zehn ging an Dietger Damiaens (KTM) aus Belgien. Bester Junior wurde Gustav Mähler (Schweden / Husqvarna), der im Tagesranking Zwölfter, hinter Robert Riedel (GasGas) wurde. Den Sieg in der nationalen Junioren-Kategorie sicherte sich KTM-Youngster Felix Melnikoff und im B-Championat stand erstmals Nic Mathias ganz oben.

Text/Foto Peter Teichmann – ADAC Enduro

Ergebnisse:

 

 

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