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Smart-Helm: Technik-Gag oder sinnvolle Ergänzung?

Smart geschützt: Braucht man einen Smart-Helm?

Als das Phone 2007 zum ersten Mal richtig smart wurde, dauerte es nicht lange, bis andere Gerätschaften nachzogen. Fernseher, Uhren, Haushaltsgadgets – mittlerweile kann so gut wie alles mit dem Internet vernetzt werden, was seine Funktion für den Menschen verbessern soll. Relativ neu auf dem Markt ist da der Smart-Helm: Er ist für Motorradfahrer gedacht und macht das Biken unter anderem sicherer. Gerade billig sind die Innovationen mit bis zu 2000 Euro nicht – aber lohnt sich die Investition? Oder ist das Ganze nur ein schicker Trend für Early Adopter? Dieser Artikel klärt auf.

Schwerer Start

Der erste Smart-Helm kam um den Dreh von 2014 in den Verkauf – damals konnte man wählen zwischen den Modellen Skully, Bike HUD und NuViz. Doch erfolgreich waren die Kopfbedeckungen nicht gerade: Bike HUD ist mittlerweile wieder vom Markt verschwunden und auch Skully war kurz davor, einzuknicken, als ihn plötzlich ein anderer Produzent aufkaufte. Er brachte das neue Modell Skully Fenix AR heraus und verkaufte es für satte 1899 $ – keine Peanuts für den begeisterten Hobbymotorsportler.

Nennenswerte Features

Dabei klingen die Features der Smart-Helmets aufs erste Gehör attraktiv: Sicherheit steht an erster Stelle mit einem integrierten Head-up-Display oder einer Schale aus Kohlefaser. Und auch das Entertainment kommt beispielsweise beim Skully Fenix AR nicht zu kurz: Die Musik kann händefrei bedient und das Smartphone mühelos in den Helm integriert werden. Eigentlich schlagende Argumente, denn auch in der Branche des Motorradsportes wird smartes Entertainment immer wichtiger. So steigt die Beliebtheit sportlicher Online-Wetten, die auf manchen Seiten wie https://www.sportwettenvergleich.net/bitcoin-sportwetten-btc-wetten/ sogar mit der digitalen Oberwährung Bitcoin abgeschlossen werden können. Außerdem verhilft der Helm zu einem 360-Grad-View: Eingebaut ist eine Rückspiegel-Kamera, die ein noch besseres Sichtfeld bietet als die regulären Motorradspiegel.

Nur ein Gadget statt ein ganzer Helm

Trotzdem ist auch die neue Version des Skully Fenix AR keine Erfolgsgeschichte: Nachdem fast 2,5 Millionen Dollar für den Skully AR-1 per Crowdfunding zusammengetrommelt wurden, musste das Unternehmen doch seine Pleite eingestehen und Insolvenz anmelden. Ob das nun an mangelhaftem Marketing oder fehlender Käuferschaft liegt, kann man nicht genau sagen. Stimmen aus der Presse lobten den Skully zwar und erwarteten ihn händereibend – gekauft wurde er aber scheinbar nicht. Da ist die Idee von Nuviz möglicherweise lukrativer: Sie entwickelten ein Gadget, das einfach an den Helm drangeklemmt wird. Das ist zum einen billiger für die Kunden, zum anderen können sie einfach ihren treuen Helm behalten. Und vielseitig ist das Gadget allemal: Auch hier kann Musik abgespielt werden, auch hier ist ein Head-up-Display enthalten. Mit Nuviz wird ebenso kommuniziert wie navigiert, Fotos wie Videos gemacht und gleichzeitig ist das Gerät so intuitiv zu bedienen, dass der Fahrer nicht von der Straße abgelenkt wird – was wohl der wichtigste Punkt für jeglichen Firlefanz rund ums Motorradfahren ist. Einziges Manko: Das Nuviz kann nicht per Stimmbefehl kontrolliert werden.

Smart Helmets oder smarte Helm-Gadgets bringen also wirklich etwas in Punkto Sicherheit. Ein großer Vorteil ist auch, dass sie viele Gadgets in einem zusammenfassen. Und im Prinzip war auch die Idee des Skully solide: Nur der Markt ist scheinbar noch nicht bereit dafür. Sobald ein vergleichbares Gerät zu einem humaneren Preis verfügbar ist, dürfte es sich jedoch durchsetzen …